Leb! Eh deine Sehnsucht stirbt...


FUCK RELIGION

Wieder beschleicht mich diese Wut.
Es gibt Dinge auf der Welt, die verstehe ich nicht.
Es gibt Dinge, die ich einfach nicht nachvollziehen kann.
Manche Nachrichten in der Zeitung will ich nicht glauben.
WARUM um alles in der Welt bekriegen sich Menschen, die im Grunde alle den gleichen Wunsch haben, nämlich dass es eine übermenschliche, gute Macht gibt, die sie beschützt und ihnen in schweren Zeiten beisteht? Dieser Wunsch nach Schutz ist ein ganz natürlicher, menschlicher. Warum muss es verschiedene Religionen geben, verschiedene Namen für etwas, das überall gleich ist? Macht es einen Unterschied, ob diese Macht Allah, Gott oder sonstwie heißt? Warum verursacht ein einziger NAME Kriege und Elend? Wieviele Kriege gibt es zurzeit in der Welt, die nur auf Glaubens- und Überzeugungsdifferenzen basieren.
Seit es Religionen gibt, haben sie immer nur für Leid gesorgt. Die ganze Geschichte der Menschheit ist von dem Blutvergießen durch Religionen geprägt. Religionen bedeuten Leid, Ungerechtigkeit und sinnloses Sterben. Sie unterdrücken Menschen, schreiben sinnlose Gebote vor, bringen Mord und Totschlag in die Welt. Das war schon immer so und hat sich auch in unserer heutigen modernen Zeit nicht geändert.
Eine Nonne wurde von Islamisten ermordet, weil der Papst einen einzigen unüberlegten Satz von sich gegeben hat. Ich will gar nicht wissen, wieviele Menschen ihr wegen dieser Angelegenheit noch in den Tod folgen werden. Was kann diese Nonne dafür, dass sie auch an Gott glaubt, nur auf eine andere Weise als ihre Mörder?
Ich bezeichne mich ja immer als tolerant. Toleranz bedeutet: Jeden akzeptieren, wie er ist. Ich finde, jeder soll das glauben, was er will, und nach dem handeln, an was er glaubt. Ich halte den Islam nicht für einen Feind. Jede Religion ist für mich gleich gefährlich. Im Mittelalter gingen die Christen auf Kreuzzüge, heute gibt es islamistische Terroristen. Was mich so wütend macht, ist nicht der Glaube an einen Gott oder irgendetwas anderes Höheres. Es sind zwei Dinge:

1. Die Institutionen, die die Gläubigen an unsinnige Gesetze binden. Allen voran die katholische Kirche mit ihren veralteten und unverschämten Moralvorstellungen. Wie kann man sich in Afrika vor armen, ungebildeten Gläubigen gegen Kondome aussprechen, wenn dort Kinder verhungern?

2. Die Mächtigen dieser Welt, die den Glauben der Menschen ausnutzen. Die dummen, perspektivenlosen Jugendlichen Jungfrauen im Himmel versprechen oder alles mit "Gottes Wille" begründen. Wie kann jemand, egal welcher Religion, einen Krieg, Mord und Totschlag durch irgendeinen Gott rechtfertigen? Einen Gott, der die Menschen beschützen soll? Ich möchte weinen bei dem Gedanken daran.

Ich glaube nicht an Gott. Aber wenn ich es tun würde, dann wäre es ein Gott, der für ALLE Menschen da ist, und alle Menschen beschützen will. Denn alle Menschen sind gleich.
Und es ist ein Unding, dass in unserem deutschen Grundgesetz, in dem in Artikel 4 Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit garantiert wird, in der Präambel steht:
"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."
Ich habe dieses Bewusstsein nicht. Ich habe keine Verantwortung vor einem Gott, der willkürlich von den Menschen eingesetzt wird, um Leid über andere zu bringen.
Und das ist der Grund, warum ich Atheist bin.

18.9.06 20:10

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