Leb! Eh deine Sehnsucht stirbt...


Zukunft?

Lang geht es nicht mehr, bis die Ausbildung vorbei ist und die Entscheidungsfrage wieder von neuem auf mich zu kommt:
WAS MACHEN?
Womit will ich später mein Geld verdienen?
Fest steht:
Möglichst selbstständig, flexibel, abwechslungsreich und kreativ will ich arbeiten. Es darf nicht zu trocken sein... Nicht zu theoretisch oder stupide.
Fest steht auch, dass mir Arbeit mit Tieren sehr Spaß macht, mir das Wühlen im Dreck überhaupt nichts ausmacht, dass ich aber nicht fanatisch genug für einen "Tier-Beruf" bin.
Ich will mehr dazulernen, mich weiterbilden und -qualifizieren. Vor allem weil ich nicht ein Leben lang angestellt in einem Tierheim sein will. Einzige handfeste und halbwegs sichere Perspektive bliebe da ein Tiermedizin-Studium. Ich bin mir aber darüber im Klaren, dass ich weder den nötigen Willen noch die Zugangsvoraussetzungen für ein solches Studium hab. Ist auch nicht schlimm, da ich mittlerweile zu der Überzeugung gekommen bin, dass Tiere für mich ohnehin besser ein Hobby bleiben sollten. Lieber wähle ich einen weniger zeitaufwändigen Beruf und verbring meine Freizeit dafür im Pferdestall ;-)
Also steh ich praktisch wieder am Anfang der Berufswahl.
Was interessiert mich, was mach ich gerne? Was kann ich? Wie ein blöder orientierungsloser Abiturient muss ich mich das fragen.

Mich interessiert vieles, ich kann auch vieles. Dennoch gibt’s Berufe, die für mich überhaupt nicht in Frage kämen.
Nur weil ich mich für psychische Leiden interessiere, will ich nicht Psychologe werden.
Nur weil ich mich gut in andere Menschen reinfühlen kann, will ich nicht Sozialarbeiter werden.
Nur weil ich gern Musik mache und höre, will ich nicht Musiker werden.
Oder: Nur weil ich gut mit Tieren umgehen kann und es mir Spaß macht, sie zu heilen, will ich nicht Tierarzt werden ;-)

Weil man für diese Berufe noch andere Dinge braucht, die ich nicht habe.
Als Psychologe oder Sozialarbeiter braucht man eine harte Schale und die Fähigkeit, innerlich Distanz zu den Problemen anderer zu wahren.
Als Musiker braucht man Ehrgeiz, Interesse für die Theorie, und meistens pädagogische Fähigkeiten.
Und als Tierarzt braucht man sehr viel Idealismus und Interesse für Naturwissenschaften...

Dennoch glaub ich, einen Beruf gefunden haben, bei dem ich das meiste kann:

Journalist

Was muss ein Journalist können?
Er muss flexibel sein, kreativ, voller Ideen, schreibbegabt, einwandfrei in der Rechtschreibung, fleißig, hartnäckig und durchsetzungsfähig.
Bin ich das?

Ich lese und schreibe gern. Ich bild mir gern meine eigene Meinung und tu diese auch gern kund. Ich bin kreativ, ich bin sprachbegabt, Texte verfassen fällt mir nicht schwer.
Reicht das?

Es ist ein Beruf, der mich schon sehr lockt.
Keine festen Arbeitszeiten, selbstständige Arbeit, eigenes Schaffen und Publizieren. Recherchieren, Kritik äußern, die Meinung sagen. Im Idealfall noch über Themen berichten, die mich interessieren.
Ich kann mir vorstellen, dass es schwer sein kann, als Journalist sein Geld zu verdienen. Das es manchmal Durststrecken geben kann, das man gut Beziehungen braucht und diese auch aufrecht erhalten muss, dass man einfach gut sein muss und überall einen Fuß in die Tür strecken. Dass man schon während dem Studium ständig Praktika machen muss und ausdauernd suchen muss, um überhaupt einen Job zu kriegen.
Aber zu meiner eigenen Überraschung kann ich mir sogar vorstellen, das zu meistern, und mit Ehrgeiz dran zu gehen...

7.8.08 21:47

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