Leb! Eh deine Sehnsucht stirbt...


Strg+Z

Wenn ich könnte, dann würd ich
Zurück in die Momente
In die stummen Filme von damals
Und sprechen lernen

Die Zeiger zurückdrehen
Eine kleine Zeitreise
Mit dem, was ich jetzt weiß
Dahin zurück

Lass mich all die Dinge machen
Die ich nie gemacht habe
Lass mich all die Sachen tun, für die ich keine Zeit hatte
Lass mich all die Dinge wiederholen, die nicht funktioniert haben
Lass mich all die Sachen sagen, die ich nie gesagt habe

Es gibt so viele Dinge, die ich reparieren
Und zurückgeben muss
Es gibt so viele Worte, die ich revidieren
Und zurücknehmen muss

Wenn ich könnte, dann würd ich
Passagen aus dem Drehbuch
Markieren oder streichen
Und wissen Warum

Meine Fragen wären schlauer
Meine Worte etwas weiser
Die Idioten wären Stumme
Ich hätte Feeling

Doch es gibt kein zurück
Nur noch vor und kein zurück

(Bosse - All die Dinge)

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Schwerer Kopf...

Ich schau dich an, wenn du da sitzt
Jeden Tag von neun bis zehn
Du siehst aus, als würdest du auf irgendjemand warten
bis du dann aufstehst und alleine gehst

und du stützt deinen Kopf, wenn er wieder zu voll ist
und ich stütz meinen Kopf, wenn er wieder zu voll ist

Ey wir sitzen im Wartesaal zum Glücklichsein
Zum Glücklichsein
Und wir sitzen im Wartesaal und warten mal
Und warten mal

Und stützen unsere Köpfe, wenn sie wieder zu schwer sind
Und sitzen im Wartesaal und warten mal
Und warten mal

Und du sagst, du wolltest immer raus hier
Aus dieser eng und verlassenen Stadt
Doch am Ende eines jeden Tages
hast du es dann doch nur bis an die Ecke hier geschafft

und du stützt deinen Kopf auf alten Geschichten
versuchst schon lang ihn wieder aufzurichten

Und du stütz deinen Kopf auf ein Glas Weizen
Und ich stütze meinen Kopf bis sie uns rausschmeißen
Und wir schauen uns nur an,
wenn der andere nicht hinsieht
und woran du denkst,
ist da, wo ich hin will

Ey, wir liegen so auf der Hand und merken’s nicht
Und merken’s nicht
Und wir liegen so auf der Hand und merken’s nicht
Und merken’s nicht

Und wir bleiben im Wartesaal zum Glücklichsein
Zum Glücklichsein
Und so bleiben wir im Wartesaal und warten mal
Und warten mal

Und stützen unsere Köpfe, wenn sie wieder zu voll sind
Und sitzen im Wartesaal und warten mal
Und warten mal
Und warten mal
Und warten mal
Und warten mal
Und warten mal

(Bosse - Wartesaal)

Nur das Glück kennt die Zeit nicht

An der Stelle, wo deine Füße sind
beginnt die Wende der Zeit
Nach dem Winter wird es warm und andersrum
Nach Silvester kommt ein neues Jahr
Dein Wecker sagt dir, wann du morgens aufstehen sollst
Das Weinglas, wann du schlafen gehst
Der Müllmann holt die Briefe einer Woche ab
jeden Mittwoch morgen um 10

Und nur das Glück kennt die Zeit nicht
der Augenblick kennt kein Gut und Schlecht
Und da, wo deine Füße sind,
beginnt die Wende der Zeit
Da, wo sich Alt und Neu berühren,
da stehst du nun am Mittelpunkt der Zeit

Du suchst du dir deine Kulleraugen aus dem Kopf
Dein Sommerkleid hängt draußen am Balkon
Die Zeit heilt überhaupt nichts,
wenn man sich nicht mal
entscheiden kann am Übergang

Die Welt ist so durchschaubar und so durchsichtig
Alles läuft nach Zeit und Plan
Nach Ebbe muss die Flut kommen,
wenn es anders läuft,
dann bricht der Deich
und der Mensch dreht durch

Du hänst so hinterher, du bist so eingestaubt
48 Stunden ohne Schlaf
Der schönste Blick ist morgens, wenn das Haus aufwacht
und der Morgenwind dich müde macht
Und wenn du dir beim Bäcker unten nen Kaffee kaufst
mit mieser Laune und mieser Frisur,
dann find ich, siehst du irgendwie so ehrlich aus
mach dir nichts draus, kommt sowieso

(Bosse - Wende der Zeit)

Dieser Kopf macht sich viel zu wichtig

Diese Tage sind so fern von allem,
Hitze und Beton.
Die große Stadt, sie liegt da
wie ein verwundeter Vogel.
So auch ich, so auch ich,
ich denke und denke
wie immer viel zu viel.
Immer ist da irgendetwas,
das mich einlullt und mich lähmt.
Und ist es nicht die Hitze,
dann meine Dickköpfigkeit
oder meine dünne Haut.
Und ich warte auf den Abend
und seine kühlende Hand
unten am Fluss
mit den Füßen im Sand und dem Blick

auf die gewaltigen Tiere
mit metallenen Krallen
mit Neonlicht-Augen
und die Container, die fallen
unter grandiosem Gepolter
in den hungrigen Bauch
eines uralten Frachters,
und mein Herz, es poltert auch.

Nimm mich mit,
nimm mich mit,
flatterhafte Demut,
schlag deine krummen Flügel um mich.
Dieser Kopf, oh dieser Kopf
macht sich viel zu wichtig,
Oh, unergründliches Leben,
was wissen wir denn schon von dir?
Wir wurden geboren und wir sterben
und danach weht der Wind wie immer
und ein Mensch geht die Stufen
Hinunter zum Fluss,
legt seinen Kopf in die Nacht
und die Füße in den Sand und sieht

die gewaltigen Tiere
mit metallenen Krallen
mit Neonlicht-Augen
und die Container, die fallen
unter grandiosem Gepolter
in den hungrigen Bauch
eines uralten Frachters,
und sein Herz, es poltert auch.

Oh, ich hoffe es verirrt sich nicht,
so verwirrt wie es ist
auf dieser endlosen Suche
nach ein bisschen mehr Licht,
was auch immer das dann ist.

(Gisbert zu Knyphausen - Kräne)

SMS in der U-Bahn

Heute Auf meinem Heimweg von der Arbeit:
Ich setzte mich in der U-Bahn neben einen Typ. Nettes Äußeres, offensichtlich Handwerker, kräftig, Iro-ähnliche Frisur, Festivalbändchen, aus den Kopfhörern schallte Metal. Er schaute kurz auf, um mich in Augenschein zu nehmen. Eher unbeabsichtigt fiel mein Blick später auf die SMS, die er grade tippte - und dann konnte ich es nicht lassen, unauffällig weiter zu lesen: Der Inhalt lautete in etwa "Freut mich, dass es dir gestern gefallen hat (...) ich glaube, es ist besser, dass ich grade keine Freundin hab, so kann ich sie wenigstens nicht verletzen(...)" ich beendete mein indiskretes Verhalten und dachte stattdessen darüber nach, warum ICH nie auf solche Männer treffe.

Frei...

Deinem Mund entkam ein Wort
und spülte meine Liebe fort.
Die Liebe, die so wichtig war.
Die Liebe, die so ganz und gar
zersprang in Scherben,
leicht im Wahn,
fast wie feinstes Porzellan.

Frei - willst du sein.
Frei - und allein wirst du sein.

Das Wort entschlich sich deinem Herz,
verwandelte mein Glück in Schmerz.
Das Glück, das uns so teuer schien.
Das Glück, das nun in Scherben liegt,
war doch das Glück, das wir gewollt.
Alles ist Silber, wir waren Gold!
Doch hättest du es nie gesagt,
hätte ich niemals gewagt,
zu hinterfragen uns und dich.
Nun sehe ich und sehe mich

Frei - und allein.
Frei - und allein werden wir sein.
Frei - und allein werden wir sein.
Frei - und allein wirst du sein.

(Letzte Instanz)

Aktuelle Verfassung

Gestresst. Frustriert. Unzufrieden. Einsam. Deprimiert. Ziellos. Melancholisch. Unverstanden. In einem Loch.

Kein Mann da, der mich in den Arm nimmt, mir zuhört, mich versteht, mich begehrt. Oder nur die falschen.

Keine Perspektive für mein Leben. Immer, wenn ich drüber nachdenk, was ich am liebsten machen würde, ist es das, was ich die letzten 3 Jahre gemacht hab. Nicht das was ich jetzt tue oder das, was ich später damit tun könnte.

Stress in der Familie. Zuviel zu tun und daraus resultierende schlechte Stimmung. Mutter krank und am Ende mit den Nerven. Alles muss ertragen werden. Wieder Raucherin aus psychischer Instabilität. Freu mich auf Stuttgart, aber nur um wieder raus zu sein aus diesem Umfeld. Nicht weil ich mich aufs Studium freu.


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